Sonntag, 7. Juni 2009

An alle Einkaufs-Muffel

Beschwert euch nie wieder wenn eure Frau oder euer Mann euch zum Einkaufen verdonnert! Wir waren geschlagene 24 Stunden unterwegs um im nächstgelegenen Supermarkt Lebensmittel und Getränke einzukaufen. Um 6.00 Uhr morgens machten wir uns auf den Weg zum 340 km entfernten Supermarkt, wofür wir sieben Stunden brauchten. Im Supermarkt fühlten wir beide uns wie im Schlaraffenland und sind sage und schreibe eine Stunde lang an den Regalen vorbei geschlendert. Wobei noch nicht einmal alle Regale mit den ausgezeichneten Artikeln ausgestattet waren. Trotzdem schafften wir es den Einkaufswagen mit vielen Leckereien, wie Obst, Gemüse, sogar Schokolade zu füllen. Beim verlassen des Supermarktes war es bereits nach 14.00 Uhr, und so mieteten wir uns bei einer Backpacker-Unterkunft ein, da wir nicht in der Dunkelheit fahren wollten. Also verstauten wir alle unsere Leckereien in einer riesigen Kühlbox und machten uns am nächsten Morgen um 7.00 Uhr auf den Rückweg zur Lodge. So waren wir, kurz zusammengefasst, 24 Stunden unterwegs, davon alleine 14 Stunden reine Fahrtzeit – und das für einen ganz gewöhnlichen Supermarkt-Einkauf!

Samstag, 6. Juni 2009

Unser erster Game Drive

Nachdem wir ;) erfolgreich die Wege frei geschlagen haben, konnten die Jungs sich auch machen, die Wege mit dem Traktor zu präparieren.
Am Montag klingelte der Wecker um 5.00 Uhr und wir machen uns für unser erstes Game Drive fertig. Strumpfhose, Jeans sowie zwei Pullis und eine Fleace-Jacke sollten uns vor der Morgendlichen Kälte schützen. Nach einer schnellen Tasse Kaffee nahmen wir unseren Fotoapparat sowie das Fernglas und stiegen in den offenen Landrover. Kurz nachdem wir die Lodge verlassen hatten, begegneten wir einer kleinen Gruppe von Elefanten, welche ca. 200m von uns entfernt war. Wir waren so überrumpelt und fasziniert von den Vieren, so dass wir vor Aufregung vergaßen Fotos zu machen. Ein weiteres Highlight war die Sichtung eines Kapfadlers. Auf den Planes hatten wir leider nicht mehr so viel Glück. Es schien als wollten sich alle Tiere vor uns verstecken. Wir konnten leider nur mehrere Herden von Pukus und Impalas beobachten. Der wunderschöne Sonnenaufgang entschädigte dies aber. Auf dem Rückweg sahen wir noch zwei Bush-Böcke, welche nicht oft gesehen werden, da diese Tiere sehr scheu sind und sich meist im tiefen Gestrüpp verstecken.
Vielleicht haben wir beim nächsten Mal mehr Glück, denn dies ist schließlich kein Zoo sondern die echte Wildnis!

Freitag, 5. Juni 2009

Vorbereitungen für die Game Drives

Bis vor kurzem war uns auch nicht so ganz klar, was man tatsächlich unter Game Drives versteht. Game Drives nennt man organisierte und durch Guids begleitete Fahrten in die Wildnis mit dem Ziel Tiere zu beobachten. Die Fahrten finden früh am morgen bei Sonnenaufgang gegen sechs Uhr oder am frühen Abend in den Sonnenuntergang hinein statt, da die meisten Tier dann aktiv sind oder es werden.
Auch unsere Lodge bietet solche Fahrten an. Zu beginn jeder Saison müssen deswegen viel Vorbereitungen getroffen werden. Selbstverständlich müssen alle Fahrzeuge intakt und startklar sein, worum sich Joe unter anderem in letzter Zeit bemüht hat. Wichtiger sind aber die Arbeiten in der Wildnis, also das Freischlagen und Präparieren von Wegen. Diese sind nach der Regenzeit entweder zugewuchert oder aber von Elefanten, Hippos etc. umgepflügt worden, sodass sie kaum zu passieren sind. Vor ein paar Tagen konnten wir an diesem Abenteuer teil haben. Und haben uns gemeinsam mit den Mitarbeitern auf der Ladefläsche des Landcruisers auf den Weg gemacht.
Schnell stellte sich heraus, dass es kein nettes Abenteuer ist, sondern Knochenharte arbeit. Hoch motiviert machten wir uns an die Arbeit und schlugen mit einer Art Machete das Meterhohe Gras, während uns Puku´s und Impala´s aus der Ferne beobachteten. Leide hatten wir schon nach relativ kurzer Zeitdie ersten blasen an den Händen. Des wegen entschlossen wir und die endlose Weite der Plains zu genießen während die Mitarbeiter der Lodge noch ca. zwei Stunden in der Nachmittagshitze den Weg frei schlugen. Spaß gemacht hat es trotz Blasen an den Fingern!