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Donnerstag, 30. Juli 2009

Auf Augenhöhe mit den Hippos

Vergangene Woche ging es spontan mal wieder zu unserem Nachbarn auf der anderen Seite des Flusses. Dieses Mal sind wir aber nicht mit dem Floß übergesetzt, sondern haben eine andere Variante gewählt. Wie die Dorfbewohner haben wir mit dem Kanu den Luangwa überquert. Allerdings waren wir zu sehr bemüht das Gleichgewicht zu halten und die Hippos zu umschiffen, weshalb wir leider keine Fotos machen konnten. So auf Augenhöhe mit den Hippos zu seinen war auf jeden Fall ein Erlebnis das wir nicht so schnell vergessen werden.

Montag, 6. Juli 2009

Giftige Schlange

Wieder einmal hatten wir unerwünschten Besuch von einer Schlange in der Lodge. Nachdem niemand von uns die Schlange zuordnen konnte, wollten wir uns vergewissern, ob es sich um eine gefährliche Schlange handelt. Deswegen nahmen wir das Buch zur Hand und es stellte sich heraus, dass diese giftig ist. Vor uns lag eine ca. 1 Meter lange Puff Otter.

Obwohl sie sehr schön anzuschauen war, mussten wir sie zu unserer eigenen Sicherheit doch töten. Mit einem Spaten bewaffnet nahm sich ein Lodge-Mitarbeiter dem ganzen an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang es ihm die Puff Otter zu töten. Dies nutzen wir dann um uns die Schlange genauer anzuschauen. Besonders interessant waren die großen Zähne und die Möglichkeit das erste Mal eine Schlange anzufassen.

Dienstag, 23. Juni 2009

Tierische Besucher

Das Leben im Bush ist sehr spannend. Jeder Tag bringt etwas Neues mit sich. Heute möchten wir euch mal einen kleinen Einblick in die Tierwelt geben, die uns ab und an besucht. Einige von ihnen sind uns sehr willkommen, andere wiederum nicht. Seit ca. einer Woche haben wir jeden Nachmittag auf der anderen Seite des Flusses eine Elefantenfamilie, die wir beobachten. Erst hören wir wie Gras und Bambus knacken und nach einer Weile sehen wir dann den ersten grauen Fleck zwischen den Gräsern hervorschimmern. Wenn die Geräusche immer lauter werden, wissen wir das die Elefanten bald ans Wasser kommen. Meisten sind es insgesamt sieben Elefanten wovon drei noch Babys sind. Vor einigen Tagen konnten wir sogar insgesamt 14 Elefanten zählen. Besonders schön zu beobachten ist es, wenn sie sich mit Wasser und Schlamm bespritzen um sich vor Insekten zu schützen.
Selbstverständlich haben wir nicht nur Elefanten, sondern auch eine große Gruppe von Baboon-Affen täglich zu besuch. Die Affen sind wirklich lustige Tiere, da sie nur Blödsinn machen. Sie zu beobachten bringt uns immer wieder aufs Neue zum Lachen. Ein neues Spiel von ihnen ist es, die Lodge-Zeltdächer als Trampolin zu benutzen. Vor zwei Wochen wollten sie uns sogar unseren frisch gebackenen Kuchen klauen, was wir gerade noch verhindern konnten. Wenn die Affen in der Lodge sind, haben wir auch meistens Gruppen von Pukus und/oder Implas hier. Beide Antilopen-Arten sind wunderschöne Tiere, welche von Tag zu Tag immer zutraulicher werden und sich stundenlang in der Lodge aufhalten.
Gestern Nacht hatten wir wiedereinmal Besuch von den Hippos. Besonders gerne stellen sie sich unter unser Fenster und fressen die ganze Nacht lang Gras. Vor ein paar Tagen haben wir früh Morgens zum ersten Mal ein Hippo beim Fressen beobachten können. Das Hippo war ca. fünf Meter von uns entfernt als wir es entdeckt haben. Das war zeimlich furchteinflößend, da sie leider auch ziemlich gefährliche Tiere sind. Besonders wenn man zwischen ihnen und dem Wasser steht. Das Hippo war aber schon auf dem Weg zurück in den Fluss. Deshalb schaute es uns nur an und machte sich dann mit einem Satz ins Wasser.
Ziemlich beängstigend war allerdings eine Schlange, die wir im Gras zwischen unseren Häusern entdeckt hatten. Unser Guide Mathews informierte uns, dass wir sehr vorsichtig und genügend Abstand halten sollten da es sich bei der Schlange um eine Spitting Cobra handelte, welche sehr giftig ist. Mit einem Bambus-Stock bewaffnet tötete ein Lodge-Mitarbeiter die Cobra während wir alle aus sicherer Entfernung zuschauten. Nach dem die Schlange tot war, waren wir alle erleichtert aber auch gewarnt viel vorsichtiger zu sein. Denn es gibt bestimmt noch viel mehr Tiere, die täglich um uns herum sind und die wir einfach nicht wahrnehmen und sicherlich sind nicht alle so harmlos wie die Affen, Impalas und Pukus.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Neues Hobby

Da wir hier nicht wenn wir Langeweile haben einfach den Fernseher anschalten können um uns mit all dem TV-Quatsch berieseln zu lassen, wir uns nicht stundenlang mit unserem Handy beschäftigen und Gott und die Welt anrufen können, mussten wir kreativer werden um uns die Zeit zu vertreiben. So entstand relativ schnell schon kurz nach unserer Ankunft mein erstes neues afrikanisches Hobby: Tierspuren-Lesen. Am besten kann ich der Spurensuche am frühen Morgen nachgehen, wenn der Rest des Teams noch im Bett liegt. Denn wenn erst alle durch die Lodge gelaufen sind, sind die meisten Spuren zerstört. Meistens stehe ich gg. 6.00 Uhr auf und suche die Wege in der Lodge nach Tierspuren ab. Wenn ich welche gefunden habe, kreise ich diese im Sand ein. Mit einem Tierbuch in dem alle Abdrücke der Tiere abgebildet sind, versuche ich dann herauszufinden zu welchem Tier der Abdruck passt. Leider bin ich momentan noch nicht so gut, aber ich werden von Tag zu Tag immer besser.

Nachfolgend ein paar Abdrücke -inklusive Auflösung.
Leopard Affe Impala

Hippo Elefant Löwe
Tina

Samstag, 6. Juni 2009

Unser erster Game Drive

Nachdem wir ;) erfolgreich die Wege frei geschlagen haben, konnten die Jungs sich auch machen, die Wege mit dem Traktor zu präparieren.
Am Montag klingelte der Wecker um 5.00 Uhr und wir machen uns für unser erstes Game Drive fertig. Strumpfhose, Jeans sowie zwei Pullis und eine Fleace-Jacke sollten uns vor der Morgendlichen Kälte schützen. Nach einer schnellen Tasse Kaffee nahmen wir unseren Fotoapparat sowie das Fernglas und stiegen in den offenen Landrover. Kurz nachdem wir die Lodge verlassen hatten, begegneten wir einer kleinen Gruppe von Elefanten, welche ca. 200m von uns entfernt war. Wir waren so überrumpelt und fasziniert von den Vieren, so dass wir vor Aufregung vergaßen Fotos zu machen. Ein weiteres Highlight war die Sichtung eines Kapfadlers. Auf den Planes hatten wir leider nicht mehr so viel Glück. Es schien als wollten sich alle Tiere vor uns verstecken. Wir konnten leider nur mehrere Herden von Pukus und Impalas beobachten. Der wunderschöne Sonnenaufgang entschädigte dies aber. Auf dem Rückweg sahen wir noch zwei Bush-Böcke, welche nicht oft gesehen werden, da diese Tiere sehr scheu sind und sich meist im tiefen Gestrüpp verstecken.
Vielleicht haben wir beim nächsten Mal mehr Glück, denn dies ist schließlich kein Zoo sondern die echte Wildnis!