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Sonntag, 14. Juni 2009

Neues Material für die Schulen

In den vergangenen Wochen haben wir schon viel über die Schulen erfahren, gesehen und erlebt. Deshalb war uns zunächst am wichtigsten, beide Schulen mit Lehrmaterialien auszustatten. Außerdem hatten uns die Lehrer gebeten, sie bei der Gestaltung des Unterrichts zu unterstützen und ihnen neue Anregungen zu geben. Das war für uns natürlich der perfekte Anlass kreativ zu werden.
Orientieren konnten wir uns an den bereits vorhandenen Materialien und Aktivitäten, die im letzten Jahr von der Lodge und dem Verein im Rahmen des Wildlife Education-Projekts eingeführt wurden. So haben wir aus den wenigen Dingen die uns hier zur Verfügung stehen Kennenlern- und Tier-Spiele, sowie Karten von Sambia und dem Nationalpark gebastelt. Leider ist der Container noch immer unterwegs, so dass wir Kurzerhand leere Kaffee-Dosen, Cornflackes-Pakete, übriggebliebene Folienstücke etc umfunktioniert haben. Außerdem haben wir den Wildlife Education Ordner über die sambische Tierwelt mit Spuren und Beschreibungen von neuen Tieren erweitert. Schon dies hat im Vorfeld riesen Spaß gemacht!
Noch besser wurde es aber als wir schließlich, ein wenig aufgeregt, unseren ersten eigenen Unterricht geben konnten. Anfänglich haben uns hierbei etwa 30 Augenpaare etwas schüchtern beäugt, was sich aber schnell gelegt hat. Durch die Spiele, bei denen der Klassenlehrer ab und an übersetzen, erklären oder einfach den Namen der Kinder lauter wiederholen musste, sind alle nach und nach aufgetaut und haben viel gelacht. Dies war wahrscheinlich auch der Grund, weshalb uns immer mehr neugierige Kinder aus den anderen Klassen zugeschaut haben. So haben anshcließend alle Kinder gerne mitgemacht und ihr Wissen gezeigt. Der ein oder andere hat uns dabei wirklich sehr beeindruckt! Aber auch den Lehrern scheint es gut gefallen zu haben, da sie uns super unterstützt and kleine Sprachbarrieren sofort aus dem Weg geräumt haben. Klar wissen die Kinder nicht was Primaten sind - Daraus haben auch wir für die nächsten Male gelernt!

Montag, 1. Juni 2009

Die Schulprojekte

Die Logde und der CCSC haben es sich zu Aufgabe gemacht verschiedene Community Projekte in den umliegenden Doerfern zu foerdern. Die Betreuung von zwei privat getragenen Schulen fuer beduerftige Kinder gehoert unteranderem dazu. Diese befinden sich in unmittelbar an den Nationalpark grenzenden Doerfen.
In diesem Jahr werden wir an den aktivitaeten anknuepfen und uns um die Facher Wildlife Education, Englisch und Sport kuemmern. Die Wildlife Education verfolgt mit der Vermittlung eines umfangreichen Wissen ueber die Einheimischen Tiere das Ziel des Arten und Naturschutz.
Schon das erste treffen mit den Schulleitern hat sehr viel Spass gemacht. Wir haben viel ueber die Schulen erfahren aber auch ueber die aktuellen Probleme gesprochen. Es stellte sich heraus das beide Schulen seid ca. drei Wochen keine Kreide mehr haben und entsprechend der Unterricht nur noch frontal statt finden kann. Jessi gab uns im Vorfeld Kreide als Geschenk fuer die Schulen, welche wir direkt den Lehrern uebergaben. Die Freude auf Ihren Gesichetern ueber Kreide werden wir beide wohl so schnell nicht vergessen.
Zwei Tage spaeter war es endlich soweit und wir besuchten beide Schulen. Bevor wir auf dem Vorplatz der Schule mit dem Auto vorfuhren, hoerten wir bereits die ersten Kinder. Sie kamen uns winkend entgegen gelaufen und begruesten uns mit einem strahlenden Laecheln. Nachdem wir alle sechs Lehrer kennen gelernt haben, trommelten Sie alle Kinder zusammen (was nicht schwer war, da alle Kinder bereits neugirig um uns herumstanden) um uns mit einem sambisches Kinderlied zu begruessen. Im Anschluss wir durch die drei Klassenraeme gefuehrt, welche selbstverstaendlich nicht mit unserem Standart zu Vergleichen sind. Das Schulgebaeude ist aus Lehm gebaut, ist ca. 20 meter lang und 5 meter breit, das Dach aus Grass und es gibt insgesamt drei Klassenraeume. Jeder Raum hat eine kleine Tafel welche aus Beton ist, leider sind aktuell alle Tafeln in einen sehr schlechten Zustand. Seid letztem Jahr gbt es kleine Baenke fuer die Kinder, vorher sassen Sie auf kleinen Lehmbaenken, Tische zum schreiben gibt es nicht.
Insgesamt gehen 205 Schueler in diese Schule, unterrichtet wird von der ersten bis zu sechsten Klasse. Auf Grund der hohen Schueleranzahl muss der Untericht in zwei Bloecken von 8-12 und von 13-17h statt finden, da der Platz nicht ausreicht. Am Tag unseres ersten Besuches wurde grade die erste, zweite und die sechste klasse unterichtet. Mit relativ wenig Erwartung setzten wir uns in den laufenden untericht und stellten mit Freude fest, dass alle Lehrer sehr aktiv mit viel spielerichem Einsatz die Kinder zum lernen motivieren. Dies konnten wir auch in der anderen Schule, wo wir ebenfalls entusiastisch empfangen wurden, feststellen.
Inzwischen waren wir schon ein paar Mal dort und arbeiteten gemeinsam mit den Lehrern an der Wildlife Education. Die Kinder freuen sich immer wenn wir da sind, lassen uns nicht aus den Augen und hoeren ganz aufmerksam zu. Neben der Wildlife Education kuemmern wir uns momentan auch um Ausbesserung der Tafeln. Ausserdem soll die Schule in Chocha ein neues Dach bekommen, da es schon viele Loecher hat. In der Schule in Chilobesi ist momentan der Sportplatz fuer Fussball und Netball nicht nutzbar, weswegen wir uns sobald als moeglich auch hierum kuemmern werden. Dies alles bedarf natuerlich einiges an Organisation und Geduld. Wenn das Fussballfeld dann endlich wieder bespielbar ist, ist zur zu Einweihung ein Turnier zwischen den Schulen geplant. Aber bis dahin wird wohl noch ein wenig Zeit vergehen!

Montag, 9. März 2009

"Mission Tiere retten"

Artikel im Schaufenster vom 7. März 2009

Sambia im südlichen Afrika gelegen, hat eine phantastische Tierwelt. Rund 7,9 Prozent der Staatsfläche sind als Nationalparks ausgewiesen, sowie weitere große Flächen als Jagdgebiete für die staatlich kontrollierte Jagd. Trotz der Kontrolle ist die Wilderei immer noch ein großes Problem in Afrika und deswegen gehen Jasmin Haasbach und Christina Fiedler nach Afrika um vor Ort zu helfen.

DORMAGEN.
Afrika. Klingt aufregend. Wie das Abenteuer des Lebens. Safari, exotische Tiere und abends bei Lagerfeuer Geschichten aus dem Leben erzählen. Von wegen! Denn Jasmin Haasbach (26) und Christina Fiedler (27) fahren nicht nach Afrika um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und die Vielfalt des Lebens zu genießen, nein, die beiden Freundinnen gehen nach Afrika, um den Menschen und den Tieren in Sambia zu helfen. „Communities for Conservation Society Cologne“ (CCSC) heißt die Organisation, für die sie die Volontärsarbeit leisten. Anlass für die Vereinsgründung war die grundsätzliche Absicht, sich im Artenschutz zu engagieren. Die Organisation wurde von Dr. Olaf Behlert, Tierarzt im Kölner Zoo gegründet.

Aber wie kommt man auf die Idee, seinen Job zu kündigen und nach Afrika zu gehen? „Uns war es schon immer extrem wichtig, eine gewisse Zeit unseres Lebens etwas Gutes zu tun. Anderen Menschen oder Tieren zu helfen. Jasmin hat gerade ihr Studium beendet und deswegen haben wir gesagt Jetzt oder nie, denn wenn nicht jetzt wann dann?“, so Christina. „In zehn bis 15 Jahren haben wir uns wahrscheinlich schon alles aufgebaut, Familie und sind fest im Beruf, da kann man so etwas nicht mehr eben mal machen.“, ergänzt Jasmin.

Beide freuen sich schon wahnsinnig auf ihren Trip nach Afrika. Sie hätten aber nicht gedacht, dass so viel Organisation dahinter steckt. „Wir beschäftigen uns seit November jeden Tag mit unserem Vorhaben. Ein paar Mal die Woche gehen wir zum Arzt und müssen uns gegen alle möglichen Dinge impfen lassen, unsere Arme tun schon weh“, lacht Christina, „wir haben Vorbereitungsseminare besucht, in denen wir über die Gefahren aufgeklärt wurden und uns die Kultur näher gebracht wurde.“ „Diese Monate werden so anders sein, als unser Leben hier. Wir leben vier Stunden entfernt von der nächsten Stadt. Da ist nicht mal eben einkaufen gehen.“, räumt Jasmin ein.

Obwohl diese Reise etwas Außergewöhnliches und Risikoreiches ist, werden die beiden von ihren Familien und ihren Freunden absolut unterstützt. Aber ihnen bleibt ja auch keine Wahl, denn vergangene Woche haben Jasmin und Christina ihre Flüge gebucht und können es kaum erwarten abzureisen. „Am liebsten würden wir gleich los, obwohl das ziemlich doof wäre, denn wir haben noch eine Menge zu erledigen.“, sagt Jasmin.

Um ihre Lieben zu Hause und alle Interessierten auf dem Laufenden zu halten, haben die beiden Abenteurer einen Blog (crossboarder.blogspot.com) im Internet bereit gestellt, denn sie so oft wie möglich aktualisieren möchten.
„Wir haben so viel Glück in unserem Leben gehabt und so langsam finden wir es an der Zeit, mal etwas zurück zu geben.“, sind sich die beiden einig. Menschen die dieses Projekt in Afrika gerne unterstützen möchten, können sich gerne auf der Internetseite der Organisation erkundigen. Die Adresse ist www.conservationsocietycologne.org.
von Denise Wedekind

Montag, 16. Februar 2009

Christina und Jasmin in Sambia

Bushmeet – Elfenbein – illegale Jagd
Die Bedrohung der afrikanischen Tierwelt ist vielfältig



Sambia im südlichen Afrika gelegen, hat eine wundervolle Tierwelt. Circa 7,9% des Staats sind als Nationalparks ausgewiesen, sowie weitere große Flächen als Jagdgebiete für die staatlich kontrollierte Jagd. Für echtes Management und die Pflege der Parks fehlt es aber an Geldern. Wilderei in ungebremstem Ausmaß war in der Vergangenheit im bisher kaum beachteten Luambe Nationalpark die Folge, sodass nur noch wenige, dann sehr scheue Tiere vorhanden waren.


Ziel des CCSC und des Luambe Conservation Project ist es in South Luangwa durch geeignete Schutzmaßnahmen eine Erholung des Wildbestandes zu erreichen. Durch Förderung eines "sanften Ökotourismus" sollen nicht nur Arbeitsplätze für die örtliche Bevölkerung geschaffen werden. Durch die ständige Präsenz von Personen im Park wird Wilderei immer schwieriger und damit uninteressanter. Allein die Einrichtung einer Lodge hat in den letzten Jahren schon zu einer Rückkehr der Tierbestände geführt.


Daneben hat sich gezeigt, dass die Bewohner der umliegenden Dörfer nur wenig über die Funktion des Nationalparks und die in diesem lebenden Tiere wissen. So haben viele zum Beispiel noch nie einen Elefanten gesehen, weshalb bereits verschiedene Wildlife Education Projekte durchgeführt wurden. Zudem binden weitere Kleinprojekte die lokale Bevölkerung ein. Schreinerei, Näherei und Gemüseanbau werden vom Verein gegründet und gefördert. Hierdurch wird Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, die Natur wird zudem als Arbeitgeber geschätzt und somit nachhaltig genutzt.


Diese Entwicklungen und Tätigkeiten möchten wir ab April 2009 durch aktive Mitarbeit vor Ort unterstützen. Um unseren Freiwilligeneinsatz im Projekt zu ermöglichen, benötigen wir finanzielle Hilfe. Ihre Spende trägt so entscheidend dazu bei in Sambia die örtliche Bevölkerung zu unterstützen und ein Stück unverfälschte Natur zu erhalten. Mit verhältnismäßig kleinen Mitteln kann oft schon viel erreicht werden.


Über eine Spende freuen wir uns sehr!
Viele Dank für Ihre Hilfe,
Christina & Jasmin